Warum Maschinenbauprojekte anders zu steuern sind

Ein Maschinenbauprojekt beginnt mit einem Preis, der vor der Konstruktion versprochen wurde. Danach entscheidet die Abwicklung, was von der Marge übrig bleibt.

Konstruktionsfreigabe, Bestellung der Langläufer, Montagebeginn, FAT, Lieferung, Inbetriebnahme, Abnahme: Jeder dieser Meilensteine hängt am vorherigen, und Verzug am Ende kostet oft Vertragsstrafe. Parallel laufen fünf, zehn oder zwanzig weitere Aufträge, die um dieselben Konstrukteure, Monteure und Inbetriebnehmer konkurrieren. Und mitten in die Konstruktion kommen Änderungswünsche vom Kunden, die technisch sofort umgesetzt und kaufmännisch zu selten nachgefordert werden.

Aufgabenlisten bilden das nicht ab. Gesteuert werden muss der Auftrag: sein Termin, seine Stunden, sein Geld.

Fünf Steuerungsprobleme, die im Maschinenbau Marge kosten

1. Der Status lebt in Folien. Jede Woche sammeln Projektleiter Zahlen ein, konsolidieren sie in PowerPoint und präsentieren einen Stand, der in der Besprechung schon veraltet ist. Die Vorbereitung kostet Stunden pro Projekt und Woche. Entschieden wird auf Basis von gestern.

2. Eskalationen werden sichtbar, wenn sie teuer sind. Der Lieferverzug beim Langläufer fällt auf, wenn die Montage steht. Das Konstruktionsproblem erreicht die Geschäftsführung, wenn der FAT-Termin wackelt. Zwischen Auftreten und Sichtbarkeit liegen Tage bis Wochen. Genau in dieser Zeit wären Gegenmaßnahmen noch günstig gewesen.

3. Ressourcenkonflikte werden im Flur entschieden. Die Konstruktion ist überbucht, der Inbetriebnehmer für zwei Anlagen gleichzeitig verplant, und wer am lautesten fragt, bekommt die Leute. Eine belastbare Auslastungssicht über alle Aufträge und Abteilungen fehlt.

4. Vorkalkulation und Nachkalkulation kennen sich nicht. Der Auftrag wurde mit einer Marge verkauft. Ob sie noch existiert, zeigt sich erst nach Projektende in der Nachkalkulation. Dazwischen laufen Stunden und Bestellungen ohne mitlaufende Projekt-GuV. Wenn die Zahl endlich auf dem Tisch liegt, ist Gegensteuern nicht mehr möglich.

5. Änderungen ohne Nachtrag. Der Kunde wünscht, die Technik liefert, der Nachtrag wird nie gestellt. Ohne systematisches Änderungsmanagement mit kaufmännischer Bewertung verschenkt ein Maschinenbauer Geld, das ihm vertraglich zusteht.

Was eine Projektmanagement-Software für den Maschinenbau leisten muss

Wer diese fünf Probleme lösen will, braucht mehr als Boards und Aufgabenlisten. Die Anforderungsliste für den Maschinen- und Anlagenbau:

  • Terminplanung über alle Aufträge mit kritischem Pfad, Meilensteinen bis FAT und Abnahme und Abhängigkeiten zwischen den Gewerken
  • Ressourcenplanung in FTE über Abteilungen hinweg, mit sichtbaren Konflikten, bevor sie entstehen
  • Mitlaufende Projektkalkulation und Projekt-GuV je Auftrag: Plan, Ist, Forecast und eine Abweichungsanalyse, die zeigt, welche Position die Marge frisst
  • Änderungs- und Nachtragsmanagement mit Termin- und Finanzwirkung in einem Vorgang
  • Lieferanten und Langläufer im selben Terminbild wie das Projekt
  • Ein fester Steuerungsrhythmus: Besprechungen mit Agenda, Maßnahmen mit Verantwortlichen und Fälligkeit, Eskalationen mit Zeitstempel
  • Antworten aus den Projektdaten statt Suche in Ablagen: Fragen zum Projektstand in natürlicher Sprache stellen und belegte Antworten erhalten
  • EU-Datenstandort und nachvollziehbare Berechtigungen

Wie Evoltir diese Anforderungen abdeckt

Evoltir ist die Steuerungsplattform für Industrieprojekte. Alle Aufträge, Termine, Ressourcen, Kosten und Änderungen liegen in einer Datenbasis. Eine Zahl hat eine Quelle.

Terminplan und kritischer Pfad. Alle Aufträge in einer Terminsicht, mit Meilensteinen, Abhängigkeiten und kritischem Pfad je Projekt. Verzug wird dort sichtbar, wo er entsteht, und die Wirkung auf FAT und Abnahme ist sofort ablesbar.

Ressourcen in FTE. Auslastung je Abteilung und Person über alle Projekte hinweg. Konflikte erscheinen in der Planung und werden dort gelöst, bevor zwei Anlagen denselben Inbetriebnehmer brauchen.

Kalkulation und Projekt-GuV. Vorkalkulation, mitlaufende GuV und Forecast je Auftrag. Die Abweichungsanalyse führt von der Gesamtabweichung bis zur verursachenden Position. Die Marge wird während des Projekts gesteuert und nicht nach Projektende festgestellt.

Änderungsanträge mit Finanzwirkung. Jeder Änderungswunsch wird technisch und kaufmännisch bewertet und läuft mit klarem Status vom Entwurf bis zur Umsetzung. Der Nachtrag entsteht im System, nicht im Gedächtnis.

Lieferanten im Terminbild. Bestellungen und Liefertermine kritischer Komponenten hängen am Projektplan. Der Langläufer, der das Projekt gefährden kann, steht neben dem Meilenstein, den er gefährdet.

Steuerungsrhythmus. Besprechungen mit fester Agenda, Maßnahmenverfolgung mit Verantwortlichen und Fälligkeit, Eskalationen mit Zeitstempel. Der Status entsteht aus den Daten, die ohnehin gepflegt werden. Folienbau entfällt.

KI auf den eigenen Projektdaten. Fragen wie „Wo steht Auftrag X, und was gefährdet den FAT-Termin?“ beantwortet Evoltir aus den echten Projektdaten Ihres Unternehmens. Über alle Projekte hinweg erkennt die Plattform Entwicklungen, bevor sie zu Eskalationen werden. Die Daten bleiben dabei in der EU.

Einführung ohne IT-Projekt

Evoltir ist in 3 Tagen einsatzbereit. Der erste Steuerungszyklus läuft in Woche 2. Nach 90 Tagen liegt der Nachweis vor, mit vorab definierten Messpunkten statt Bauchgefühl. Dafür gibt es den 90-Tage-Pilot mit festem Umfang. Die Pakete und ihr Leistungsumfang stehen auf der Pakete-Seite.

Generische Tools, schwere PPM-Plattformen und die Lücke dazwischen

Aufgaben-Tools sind schnell eingeführt und enden dort, wo der Auftrag anfängt: keine Projekt-GuV, keine Nachträge, keine FTE-Planung über Abteilungen. Schwere PPM-Plattformen decken vieles ab, verlangen dafür Einführungsprojekte über Monate, Konfigurationspartner und eigene Administratoren. Für einen Maschinenbauer mit zwanzig parallelen Aufträgen ist beides falsch dimensioniert. Evoltir besetzt die Lücke: tief genug für GuV, Nachträge und Ressourcen, leicht genug für den Start in Tagen.

Häufige Fragen

Wie ist Evoltir paketiert?

Evoltir ist in drei Paketen verfügbar. Umfang und Konditionen stimmen wir auf Ihre Organisation ab. Die Pakete stehen auf der Pakete-Seite.

Wie lange dauert die Einführung?

3 Tage bis zur Einsatzbereitschaft. Der erste Steuerungszyklus läuft in Woche 2, der Nachweis nach 90 Tagen.

Wo liegen unsere Daten?

In der EU. Datenbank in Frankfurt, DSGVO-orientierte Architektur. Details auf der Sicherheitsseite.

Ersetzt Evoltir unser ERP?

Nein. Das ERP bleibt führend für Auftragsverwaltung und Buchhaltung. Evoltir steuert die Projekte: Termine, Ressourcen, Projekt-GuV, Änderungen, Besprechungen.

Für wen ist Evoltir gemacht?

Für Maschinen- und Anlagenbauer mit mehreren parallelen Kundenprojekten, vom Sondermaschinenbau bis zum Anlagenbau mit langen Laufzeiten.

Gibt es einen Pilot?

Ja. 90 Tage, fester Umfang, vorab definierte Messpunkte, am Ende eine belegte Entscheidung.

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